Miguel Berrocal

1933 Geboren in Villanueva de Algaidas bei Málaga, Spanien.
1952 Abschluss des Studiums der Mathematik, Architektur und Chemie in Madrid. Gasthörer an der Escuela de Artes Graficas.
1952 Erste Ausstellung mit Bildern in Madrid.
Seit 1953 Einzel- und Gruppenausstellungen auf der ganzen Welt; Aufenthalte in Paris und Rom; macht dabei Bekanntschaft mit Giacometti, Afro, Burri und Picasso.
1954 Nimmt im Auftrag Spaniens an der Biennale von Venedig teil.
2006 Gestorben in Antequera, Spanien.

Seine Werke sind in namhaften Museen und in Privatsammlungen weltweit vertreten.

Miguel Berrocal ist erst durch das Wissen um seine spanische Herkunft richtig zu verstehen. Sein Leben, Denken und Schaffen ist tief in den künstlerischen Traditionen seiner Heimat verwurzelt. Er trug das künstlerische Erbe Spaniens stolz und bewusst in sich. So ist es auch kein Zufall, dass Berrocal dem Material Eisen geradezu verfallen ist, denn die spanische Schmiedekunst hat eine seit dem Mittelalter andauernde und weitverbreitete Tradition.

Waren die frühen Skulpturen Berrocals abstrakte Gebilde, so entstanden in späterer Zeit solche mit anthropomorphen Formen. Aus dieser Hinwendung zum menschlichen Körper entwickelte sich dann seine persönliche und eigenste Kunstfigur, der Torso. Diese reduzierte Gestalt des menschlichen Körpers zieht sich durch das gesamte bildnerische Werk Berrocals, oft verändert, vereinfacht oder bereichert, verfälscht und abgeändert.